Die Astra Stube ist einer dieser Läden, in dem bei manchen Konzerten mehr Leute auf als vor der Bühne stehen. Da der Laden nur aus einem einzigen Raum besteht, der nicht größer als eine 1-Zimmer-Wohnung ist, spielt das jedoch keine Rolle. Für schräge Konzerte jenseits der Charts ist der winzige Laden unter der Sternbrücke seit jeher eine Adresse – lange bevor der Pferdestall den Pachtvertrag von den letzten Betreibern übernahm.

Damals ging es in erster Linie darum, eine Institution der Hamburger Musikszene zu erhalten. In zweiter Linie sollte die »Stube« mit feinfühliger Hand wieder populärer werden. Das ist gelungen: Die Konzerte von Bands aus Australien bis Canada gelten in der Szene als absoluter Geheimtipp. Und immer öfter drängt sich das Publikum von der Basedrum bis hinter den Tresen.

Das Flair des Ladens ist das gleiche geblieben. Und das wird, wie so oft, vor allem durch die Menschen erzeugt, die dort arbeiten: Martina, langjährige Barfrau in der Astra Stube, zeichnet noch immer Comics zu den Konzertabenden, an denen sie Dienst hat. Ihre Werke sind unter dem Namen »Stubenchronicles« als kleines Büchlein am Tresen erhältlich.

Nils, die Techniker und andere O-Tönler betreuen die Künstler einzigartig persönlich. Olli, Selector des Silly Walks Soundsystems, legt in der Astra Stube noch immer monatlich Reggae auf. Seine Veranstaltungsreihe ist der heilige Gral unter den Hamburger Reggaeabenden. Und schließlich sind da die unzähligen Hamburger Nachwuchsbands, die in der Astra Stube ihre ersten Schritte wagten und dem Laden meist lange treu bleiben. Die Antwort auf das Warum ist simpel: Nirgends ist die Nähe zwischen Publikum und Künstler größer als in der »Stube«.




Adresse:
Max-Brauer-Allee 200 · 22769 Hamburg

Fläche: 48 m²

Fassungsvermögen:
103 Gäste und Musiker auf und vor der Bühne

Öffnungszeiten:
bei Konzerten ab 21 Uhr
bei Partys ab 22 Uhr
jeweils bis open end

Veranstaltungsvolumen: ca. 240 im Jahr
(davon 180 Konzerte, 60 Partys)

Programm unter:
www.astra-stube.de